Die Druckerei Ahlfeldt & Company GmbH in Wiesbaden produziert
seit kurzem mit der ersten klimaneutral gestellten Speedmaster SM
52 Anicolor der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg). Bei
der Herstellung der Fünffarbenmaschine mit Lackierwerk
entstanden 62 Tonnen CO2-Emissionen, die über ein
zertifiziertes Klimaschutzprojekt in Vietnam ausgeglichen wurden.
"Wir sehen den Druckprozess als gesamtheitlichen Vorgang, der bei
der Herstellung der Maschinen beginnt. Im täglichen Betrieb
können wir umweltfreundlicher als mit der Anicolor-Maschine
nicht drucken", zeigt sich Betriebsleiter Armin Ahlfeldt
begeistert. "Wir benötigen nur noch 20 Bogen für das
Rüsten, und die Qualität ist einfach top", so Ahlfeldt
weiter. Im Vergleich zum klassischen Offsetdruck im Kleinformat
reduziert das Anicolor-Farbwerk die Rüstzeiten um nahezu 40
Prozent. Durch den Wegfall der Farbzoneneinstellung können
Auftragswechsel zudem schneller durchgeführt werden, und es
fällt bis zu 90 Prozent weniger Makulatur an.
"Ökologisches Drucken bei höchster Qualität ist kein
Widerspruch, und auch die wirtschaftliche Bilanz stimmt bei der
Anicolor-Maschine", bestätigt Ahlfeldt.
Bereits seit ihrer Gründung im Jahr 2004 setzt die
Druckerei Ahlfeldt & Company konsequent auf Nachhaltigkeit und
Umweltschutz und positioniert sich als umweltfreundliche
High-End-Druckerei. Der vollstufige Betrieb beschäftigt acht
Mitarbeiter und produziert Akzidenzen wie Flyer, Mailings,
Broschüren und Zeitschriften. Die Firma ist FSC zertifiziert
(FSC = Forest Stewardship Council) und arbeitet aufgrund kurzer
Transportwege ausschließlich mit einem einzigen
Papierlieferanten in Europa zusammen. In der Vorstufe belichtet ein
Suprasetter A 75 chemiefreie Druckplatten, und in der Produktion
werden Druckfarben der Marke Saphira eingesetzt, die einen
niedrigen Anteil von Mineralölen aufweisen. Der komplette
Strombedarf wird aus hundert Prozent Wasserkraft erzeugt. Die
Druckerei Ahlfeldt & Company gehört zu den hundert
umweltfreundlichsten Unternehmen Hessens und ist in Wiesbaden die
einzige Druckerei, die eine Zertifizierung für klimaneutrale
Druckproduktion anbietet und FSC-zertifiziert ist. "Wir arbeiten
mit vielen regionalen und überregionalen Agentur- und
Industriekunden, die ökologisch gedruckte Produkte nachfragen.
Mit der Anicolor-Maschine können wir Ökologie und
höchste Qualität unter einen Hut bringen und viele neue
Kunden gewinnen", erklärt Armin Ahlfeldt.
Die Anicolor-Maschine ist in den Druckereiworkflow Prinect
integriert und produziert in zweieinhalb Schichten. Die Auflagen
bewegen sich dabei zwischen 20 und 400.000 Bogen. Noch in diesem
Jahr sind 14 Millionen Drucke geplant. Dies entspricht einem
Verbrauch von 300 bis 400 Tonnen Papier und 13.000 Druckplatten.
"Unsere Stärke ist die Flexiblität, und dass wir auf
Kundenwünsche schnell eingehen können. Wir wollen weiter
wachsen und sind schon gespannt, was Heidelberg für
Lösungen auf der drupa für uns hat. In Zukunft wollen wir
uns auch in Richtung Digitaldruck weiterentwickeln und
Personalisierung anbieten", fasst Ahlfeldt zusammen.
Heidelberg einziger Anbieter, der exakt die CO2-Emission bei der
Druckmaschinenherstellung veröffentlicht
Immer mehr Druckereien wollen ihre Maschinen CO2-neutral
gestellt erhalten. Heidelberg hat gemeinsam mit der Technischen
Universität Darmstadt eine Methode entwickelt, für alle
HeidelbergDruckmaschinen-Baureihen den CO2-Fußabdruck zu
ermitteln. Dabei stehen zwei Fragen im Mittelpunkt: welchen
CO2-Ausstoß verursachen die in der Maschine verbauten
Materialien und welchen die für die Produktion eingesetzten
Energien.
Für die materialseitige Betrachtung bildet die
Konstruktionsstückliste die Grundlage, die alle für den
Bau einer Druckmaschine notwendigen Teile aufführt. In der
sehr umfangreichen Stückliste mit rund 70.000 Bauteilen ist
hinterlegt, aus welchen Metallen oder sonstigen Materialien die
Teile bestehen und welches Gewicht sie haben. Um nun den
CO2-Fußabdruck dieser Bauteile ermitteln zu können, wurde
auf die von PE International entwickelte GaBi-Datenbank (GaBi =
ganzheitliche Bilanzierung) zurückgegriffen. Für jedes
Material sind hier die CO2-Emissionen hinterlegt, die bei deren
Herstellung und beim Transport verursacht werden.
Beim Thema Energie geht es darum, die direkten, das
heißt die produktionsbezogenen Energiemengen zu erfassen und
zu bilanzieren, die bei der Produktion benötigt werden.
Beispiele sind Schleifen, Drehen, Fräsen, Härten oder
Lackieren eines Bauteils. Dazu kommen ergänzend die indirekten
Energiemengen für Beleuchtung, Heizung und Kühlung der
Hallen. Über die erfassten Energieverbräuche einzelner
Hallen, die Zahl der dort jeweils produzierten Komponenten und
über die Planzeiten der Produktionsverfahren verbunden mit
entsprechenden Energiekennzahlen lassen sich auch diese Daten
gewinnen und zuordnen.
Bild:
Ökologisches Drucken bei höchster
Qualität ist kein Widerspruch: Armin Ahlfeldt (rechts) und
Ralf Anschlag vom Heidelberg Vertrieb vor der Speedmaster SM 52
Anicolor. Diese klimaneutral gestellte Maschine produziert seit
kurzem bei der Druckerei Ahlfeldt & Company GmbH in Wiesbaden.
Bild:
Schemazeichnung Farbwerk
Mit dem Anicolor-Farbwerk reduzieren sich die
Rüstzeiten um nahezu 40 Prozent. Durch den Wegfall der
Farbzoneneinstellung können Auftragswechsel zudem schneller
durchgeführt werden, und es fällt bis zu 90 Prozent
weniger Makulatur an.
Weitere Informationen über die Druckerei Ahlfeldt:
www.ahlfeldt-company.com
Weiteres Bildmaterial sowie Informationen über die
Heidelberger Druckmaschinen AG finden Sie auf der Press Lounge
unter:
www.heidelberg.com.
Weitere Informationen für Journalisten:
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