Gemeinsam mit der Technischen Universität Darmstadt (TUD)
erstellte die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) ein
intranetbasiertes Umweltportal, mit dem Entwickler des Unternehmens
bei der ökologischen Produktentwicklung unterstützt
werden.
Der Kunde erhält aussagekräftige Kennwerte für
die Produkte von Heidelberg und deren Umweltverträglichkeit.
Vorgestellt wurde das Projekt beim Abschlusssymposium am 21. und
22. November 2007, das vom Transferbereich 55 der TU Darmstadt
veranstaltet wurde. Unter dem Motto "EcoDesign: Aus der
Theorie in die Praxis", referierten Vertreter aus Politik,
Verbänden und Industrie. Die fünf teilnehmenden
Unternehmen berichteten über die erzielten Ergebnisse des in
den letzten drei Jahren durchgeführten Förderprojektes
der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Bei Heidelberg arbeiten über 1.500 Mitarbeiter -
und damit rund acht Prozent der Belegschaft - in Forschung und
Entwicklung an den Produkten und Lösungen von morgen. Davon
entwickeln etwa 950 Mitarbeiter für den Bereich
Bogenoffsetdruck. Das Product Lifecycle Management (PLM) ist
eingeteilt in sogenannte Quality Gates - von der Produktidee
über den Geschäftsplan, die technische Umsetzung in der
Konstruktion, Funktionsnachweise, Feldtests, Marktfreigabe,
Serienstart bis hin zum Auslauf. In all diesen Prozessen spielt der
Umweltschutz eine wichtige Rolle. "Ziel des Projektes mit
Heidelberg war es, Arbeitsmittel zur Integration des Umweltschutzes
in den Entwicklungsprozess bei Heidelberg zu entwickeln",
erklärt Dirk Hanusch, wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU
Darmstadt.
Heute können die Entwickler auf ein intranetbasiertes
Umweltportal zurückgreifen, das über die hinterlegten
Datenbanken "House of Environment" und
"EcoSpec" die Umweltanforderungen selbstständig
ermittelt und überprüft. Dazu wurde die Druckmaschine in
ihre modularen Bauteile zerlegt, wie Anleger, Farbwerk, Feuchtwerk,
Trockner oder Ausleger. Arbeitet der Entwickler nun beispielsweise
an einem neuen Anleger, so stellt ihm das Umweltportal die
hinterlegte Zuordnung der Umweltanforderungen zu den Bauteilen
bereit. Weiterhin kann er dort einen Überblick über die
Umweltrelevanz der Komponenten sowie nützliche Tipps mit
weiterführenden Erklärungen und Hintergrundwissen finden.
Damit wird der Entwickler durch das im Umweltportal vorhandene
Wissen unterstützt und kann seine begrenzten Ressourcen
zielgerichtet einsetzen.
Seine Erfahrungen und sein Wissen sollen zukünftig
ebenfalls im Umweltportal hinterlegt werden und können so
mittelfristig als "best practices" abgerufen werden. Auf
das Umweltportal können mehrere Benutzer gleichzeitig
zugreifen. Über die integrierten Arbeitsmittel lassen sich
auch mögliche Umweltrisiken abschätzen und ergänzen
damit die Risiko- und Qualitätsbetrachtung. "Auch in
Zukunft wollen wir die ökologische Produktentwicklung weiter
vorantreiben und das Umweltportal kontinuierlich pflegen und
ausbauen", erklärt Ingrid Amon-Tran, Projektleiterin bei
Heidelberg. "Wir wollen unsere Kunden davon überzeugen,
dass mit innovativen Lösungen umweltgerecht hergestellte
Druckprodukte und die Reduzierung der Druckkosten unter einen Hut
zu bringen sind", so Amon-Tran weiter.
Nachhaltiges Handeln ist für Heidelberg unternehmerische
Verantwortung. So erklärte Heidelberg bereits 1992 den
Umweltschutz zum Unternehmensziel. Das Prinzip der Nachhaltigkeit
zielt auf eine Balance in den Bereichen Ökonomie,
Ökologie und gesellschaftlichem Umfeld ab. Wie das Unternehmen
dies praktisch umsetzt, ist im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht
für das Geschäftsjahr 2006/2007 dokumentiert. Heidelberg
gibt seit 1993 einen Umweltbericht heraus, der seit 2000/2001 als
Nachhaltigkeitsbericht erscheint. Mehrere Broschüren zum Thema
Druck und Umwelt sowie Seminare in der Print Media Academy
vermitteln umfangreiches Wissen.
Bild:
Screenshot "Umweltanforderung in der
Produktentwicklung".
Der neue Nachhaltigkeitsbericht kann unter
environment@heidelberg.com oder unter der
Faxnummer +49 (0)6221 92 50 69 bestellt werden.
Die Publikation kann auch im
Internet bereit.
Informationen über die Seminare der Print Media Academy:
www.print-media-academy.com .
Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Unternehmenskommunikation
Hilde Weisser
Tel.: +49 (0)6221 92 50 66
Fax: +49 (0)6221 92 50 69
E-Mail:
hilde.weisser@heidelberg.com