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drupa 2000: Concept Studies des Technologie-führers

17.05.2000


  • Schnell zum Endprodukt und gut für die Umwelt: nNeue wasser-basierte Farben
  • Besser, schneller, günstiger einfarbig drucken mit neuem InkJetKopf
  • HochleistungsS/WScanner sorgt für Durchsatz
  • Multibit Digitaldruck sprengt Grenzen des Bilderdrucks
Als weltweiter Lösungsanbieter für die Druck- und Verlagsindustrie verfolgt die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) intensiv Branchentrends und Marktentwicklungen und arbeitet fortlaufend an der Entwicklung und Verbesserung technologischer Konzepte. Über 6.000 Patente sind mit dem Namen Heidelberg verbunden. An einer Vielzahl sehr unterschiedlicher Projekte wird in diesem Unternehmen kontinuierlich geforscht und gearbeitet. Das Spektrum reicht dabei von der Optimierung mechanischer Vorrichtungen bis zu neuen technologischen Meilensteinen.

Mit den Concept Studies präsentiert Heidelberg erstmalig auf der drupa 2000 ausgewählte Projekte ganz unterschiedlicher Entwicklungstufen. Einige sind eher als Denkmodelle zu verstehen, deren Realisation ungewiss ist, andere stehen unmittelbar vor der Markteinführung. "Bevor wir ein neues Produkt zur Marktreife weiterentwickeln, beobachten wir zunächst den Markt und analysieren die Bedürfnisse unserer Kunden ganz genau," sagt Technology Solution-Manager Harald Woerner. Mit den in Halle 2 präsentierten Concept Studies will Heidelberg vor allem den aktiven Dialog mit den Kunden eröffnen.

Schnell zum Endprodukt und gut für die Umwelt: neue wasserbasierte Farben
Auf der drupa 2000 wird die Studie eines Offsetdruckfarbsystems vorgestellt, dass als Meilenstein für den Offsetdruck gelten kann. In Kooperation mit SunChemical wurden wasserbasierende Druckfarben entwickelt, die konventionellen Druckfarben in nichts nachstehen. Im Gegenteil: Die neuen Druckfarben trocknen in Minutenschnelle und sind äußerst umweltfreundlich. Papiere, die mit diesen Offsetfarben bedruckt wurden, können dem gängigen Papierrecycling zugeführt werden. Vor allem aber können Gummituch und Walze durch einfacheres Waschen mit lösemittelfreien Waschmitteln gesäubert werden. Der Arbeitsname "Instant Dry W2", wobei "W2" für "WasserWaschbar" steht, veranschaulicht dies. Zu verwenden sind die Druckfarben beim wasserlosen Offsetdruck, wie z.B. auf der Quickmaster 46 DI. Auf Puderung wie auf Spezialpapiere kann gänzlich verzichtet werden. Die Druckbogen können bereits nach wenigen Minuten weiterverarbeitet werden. Diese Vorzüge könnten die wasser- basierenden Farben vor allem im Short Run Color Markt voll ausspielen, indem sie den Auftragsdurchlauf wesentlich beschleunigen helfen. Druckereien können Zeit und Geld sparen; sie kommen schneller vom Druck zur Weiterverarbeitung und können Lagerflächen reduzieren und Puder ganz einsparen. Weitergehendes Entwicklungsziel von Heidelberg ist, die Druckmaschinen für wasserbasierenden Offsetdruckfarben zu optimieren und später auch entsprechende Nachrüstsätze vorzusehen.

Besser, schneller, günstiger einfarbig drucken mit neuem Ink-Jet-Kopf
Heidelbergs Antwort auf den Markttrend zur Integration von hochquali- tativem Farb-Offsetdruck und Personalisierung ist die gemeinsame Entwicklung eines neuartigen Tintendruckkopfes mit dem Partner Spectra in Hanover, NH (USA). Als Inkjet Druckeinheit mit 7.680 Düsen, die bis zu 300 Millionen Tintentropfen pro Sekunde versprühen, würde diese Technologie den einfarbigen Druck über das volle DIN A3-Format bei einer Auflösung von 600 dpi bis zu 10.000 Bogen pro Stunde Realität werden lassen. Auf der drupa wird eine Studie präsentiert, die zunächst eine Inline-Lösung für die Printmaster QM 46 vorsieht. Verlockende Aussichten: Gedruckt wird dann nass in nass in einem Durchgang, Spezialpapiere sind nicht mehr erforderlich. "Ob und für welche konkrete Anwendung der Markt Interesse an der Weiterentwicklung dieser einzigartigen Technologie hat, wird das Feedback der Kunden zeigen," ist Woerner überzeugt.

Hochleistungs-S/W-Scanner sorgt für Durchsatz
Heidelberg Digital wird im vierten Quartal 2000 den neuen Hochleistungs-Scanner Imagedirect 665 herausbringen. Der auf der drupa vorgestellte, marktreife Prototyp verbindet die Heidelberg Kompetenz in der Papiertransport-Mechanik mit elektronischer Hochtechnologie für 600 dpi Bildauflösung und einer überlegenen Graustufenerkennung bei einer Scangeschwindigkeit von 65 Bildern pro Minute. Imagedirect ist besonders für die Integration mit der Digimaster 9110 geeignet, wird aber auch als Stand-alone-Einheit verfügbar sein.

Multibit Digitaldruck sprengt Grenzen des Bilderdrucks
Die neue Multibit Digitaldruck Technologie verspricht bald die Graustufen/Rasterweiten-Hürde zu nehmen. Die Anforderung an höchste Bildqualität begrenzte beim Singlebit Digitaldruck bislang die Anzahl der Rasterpunkte. Dieser technologische Kompromiss zwischen Rasterweite und Graustufen führt zu einem Verlust an Zeichnung und Schärfe in weniger dichten Bildzonen. Multibit Digitaldruck macht Schluss mit diesem Kompromiss. Es wurde eine Schreibeinheit entwickelt, die eine Auflösung von 600 dpi bei einer Tiefe von 16 Graustufen ermöglicht. Schwarz-Weiß-Bilder können damit größere Detailschärfe und feinere Graustufen-Abstufungen erhalten. Eine höhere Anzahl von Graustufen kann in feineren Rasterweiten wiedergegeben werden. "Mit dieser fortgeschrit- tenen Technologie ist Heidelberg bestens vorbereitet, den Hochleistungs Schwarz-Weiß-Digitaldruck auf ein neues Qualitätsniveau zu heben," erklärt Harald Wörner. "Auf der drupa wollen wir die Gelegenheit wahrnehmen, die Spannbreite der möglichen Applikationen für diese Technologie im offenen Dialog mit unseren Kunden gemeinsam auszuloten."

Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Unternehmenskommunikation
Hilde Weisser
Tel.: +49 (0)6221 92 50 66
E-Mail: hilde.weisser@heidelberg.com

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