Die Projektwoche "Einführung in den Maschinenbau" (emb), die
seit 1989 jedes Jahr an der Technischen Universität Darmstadt
stattfindet, vermittelt den Studierenden der
Ingenieurswissenschaften Kompetenzen, die für die Praxis des
Ingenieurberufs wichtig sind. Die Heidelberger Druckmaschinen AG
(Heidelberg) hat die emb-Woche in diesem Jahr unterstützt.
Während des einwöchigen Projektkurses werden an der
TU Darmstadt alle weiteren Maschinenbau-Lehrveranstaltungen im
ersten Semester ausgesetzt, da auch die Professoren des
Fachbereichs in das Projekt involviert sind.
Vom 6. bis zum 10. Dezember 2010 haben sich rund 460
Erstsemester-Studierende eine Woche lang in 42 Teams mit einer
komplexen Konstruktionsaufgabe befasst. Während des Projektes
wurde jedes Team von je einem Team- und einem Fachbegleiter
unterstützt und bei der Suche nach der Lösung begleitet.
Eine Woche nach Abschluss der Projektwoche stellte jede
Arbeitsgruppe ihr Konzept in einer zehnminütigen
Präsentation vor einer Jury aus Professoren und den
beteiligten Industrievertretern - darunter diesmal auch Heidelberg
- vor.
Die Aufgabenstellung der diesjährigen Projektwoche war
die Entwicklung eines "Raumgestaltungsdruckers". Das
Hauptmerkmal des Gerätes ist die direkte Applikation von Farbe
auf Fußböden, Wände und Decken geschlossener
Räume und die Herstellung möglichst versatzfreier,
fließender Übergänge zwischen den verschiedenen
Flächen. Dabei soll sich das Gerät nach einmaliger
Justierung selbstständig im Raum orientieren und
gegebenenfalls bewegen können. Dies bedeutet, dass neben dem
Farbaufbringungsverfahren auch die Konzeption einer entsprechend
leistungsfähigen und präzisen Aktorik und Sensorik
zentraler Gegenstand der Aufgabe waren. Dabei ist eine Vielzahl von
Lösungen denkbar, die sich in technologischen,
ökonomischen und ökologischen Aspekten unterscheiden. In
der Entwicklung war daher bereits ein mögliches
Geschäftsmodell für den Vertrieb und Einsatz der Maschine
zu skizzieren und zu berücksichtigen.
Heidelberg war im Rahmen der emb-Projektwoche durch Manfred
Jurkewitz, Leiter Forschung und Entwicklung bei Heidelberg, sowie
weitere Ingenieure des Unternehmens vertreten. In seinem Vortrag
zur Abschlussveranstaltung der emb-Woche am 15. Dezember im
Kongresszentrum "Darmstadtium" vermittelte Jurkewitz die große
Vielfalt der Aufgaben und Kompetenzen, die in der Forschung und
Entwicklung bei Heidelberg vereint werden müssen. "Wir
arbeiten bei Heidelberg nicht nur an Themen, die in unmittelbarem
Zusammenhang mit der Drucktechnik stehen. Werkstoffe,
Oberflächen, Antriebtechnik, Steuerungs- und Regelungstechnik,
Strömungsmechanik sind nur einige Beispiele weiterer
Disziplinen in unserer Entwicklung. Aber neben diesen klassischen
Themen eines Ingenieurs arbeiten auch einige Entwickler in der
Smartphone-Programmierung für ein zukunftsweisendes Konzept
für die Produktauthentifizierung", führte Jurkewitz
weiter aus.
Weitere Mitarbeiter von Heidelberg standen den Studierenden
für Fragen zur Drucktechnik im Rahmen Projektwoche zur
Verfügung. Außerdem war Heidelberg in der Jury vertreten,
die die erarbeiten Konzepte der Studenten im Rahmen der
Abschlussveranstaltung bewertete.
Heidelberg und das Institut für Druckmaschinen und
Druckverfahren (IDD) an der Technischen Universität Darmstadt
arbeiten seit 2007 als Partner an einem Entwicklungsprojekt zum
Thema "Funktionales Drucken". Primäres Ziel des
gemeinschaftlichen Projektes ist die Entwicklung neuer Anwendungen
für die Printmedien-Industrie und deren praxistaugliche
Umsetzung. Hierbei stehen Veredelungstechnologien im Fokus, mit
denen sich Druckereien und vor allem auch die Verpackungsdrucker
stärker differenzieren können.
Heidelberg und das IDD sind auch Partner im
BMBF-geförderten Spitzencluster "Forum Organic Electronics"
der Metropolregion Rhein-Neckar. Im Forschungsprojekt PEP3 des
Spitzenclusters arbeitet Heidelberg zusammen mit dem IDD an
Druckverfahren für die organische Elektronik.
Bild:
Manfred Jurkewitz (dritter von links), Leiter Forschung
und Entwicklung bei Heidelberg, bewertete als Jury-Mitglied die
Arbeitsergebnisse der Projektwoche an der TU Darmstadt.
Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Corporate Communications
Claudia Cischek
Telefon: 06221 92 57 05
Telefax: 06221 92 50 69
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